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Hilfe für chronisch Schmerzgeplagte

05.06.2018, 12:00 Uhr - 15:00 UhUhr, Krankenhaus Strausberg - Station 5
Tag der offenen Tür im Strausberger Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin zum „Aktionstag gegen den Schmerz“

Schmerzsignale im Dauerbetrieb? Im Krankenhaus Märkisch-Oderland in Strausberg werden Betroffene nach dem Konzept der multimodalen Schmerztherapie behandelt. Wie das funktioniert, darüber informiert das Team der multimodalen Schmerzstation am 5. Juni bei einem Tag der offenen Tür. Aktueller Anlass ist der bundesweite „Aktionstag gegen den Schmerz“.

Von 12 bis 15 Uhr konnten sich Interessierte mit der Station und dem Konzept vertraut machen. Oberärztin Dr. Martina Blümel eröffnete das Programm um 12.30 Uhr mit einem Vortrag, in dem sie den grundlegenden Ansatz der Therapie erläutert. „Multimodal“ bedeutet „vielfältig“. Schmerzen, die anscheinend nicht vergehen, haben vielfältige Auswirkungen. Die Behandlung bezieht sich daher nicht nur auf den Schmerz an sich, sondern nimmt die Patienten in ihrer ganz individuellen Betroffenheit
in den Blick.

Vorher erklärte die Psychologin Veronika Malt, wie chronische Schmerzen überhaupt entstehen können – sie stellt deren „Biopsychosoziales Entstehungsmodell“ vor. Ganz praktisch kann um 14:00 Uhr das Therapieprogramm mit der Rückenschule der Physiotherapie erprobt werden. Es folgt um 14.30 Uhr – ja, auch das gehört zum Konzept - ein Singkreis unter der Leitung der Musiktherapeutin Alexandra Hilleke. Musik ist ein sehr wirksames therapeutischen Instrument. Alle, die hierzu Lust haben,
sind zum Mitmachen herzlich eingeladen!
Wer sich ein persönliches Gespräch mit den Mitarbeitern und Therapeuten der Schmerzstation wünscht, hat dazu ebenfalls Gelegenheit – sogar bei Kaffee und Kuchen.

Hintergrund
Der bundesweite „Aktionstag gegen den Schmerz“ findet jedes Jahr am ersten Dienstag im Juni statt. Gemeinsam mit Partnerorganisationen weist die Deutsche Schmerzgesellschaft auf die noch immer lückenhafte Versorgung von Menschen mit
chronischen Schmerzen hin - etwa 23 Millionen Deutsche leiden nach eigenem Bekunden darunter.
Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen liegt bei 2,2 Millionen Deutschen. Schmerzpatienten und ihre Angehörigen können sich am Aktionstag gezielt über Behandlungsmöglichkeiten informieren und beraten lassen.

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