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Krankenhaus
MĂ€rkisch-Oderland GmbH
Strausberg
Prötzeler Chaussee 5
15344 Strausberg
Tel. 03341 / 52-0
Wriezen
Sonnenburger Weg 3
16269 Wriezen
Tel. 033456 / 40-0
Kompetenzzentren
Zertifiziert als Lokales Traumazentrum

Hohen Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten

Das Krankenhaus MĂ€rkisch-Oderland ist bestens fĂŒr die Versorgung Schwerverletzter qualifiziert und ausgerĂŒstet. Das wurde ihm nun mit dem Zertifikat als lokales Traumazentrum bescheinigt. Es erfĂŒllt die umfangreichen und sehr komplexen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Unfallchirurgie (DGU). Voraus gegangen war der Zertifizierung eine umfassende ÜberprĂŒfung durch die DIOcert GmbH im Juni dieses Jahres.

Traumahotline: 0160 90-17 1458
Die unabhĂ€ngigen Experten ĂŒberprĂŒften die personelle, rĂ€umliche, organisatorische und apparative QualitĂ€t. So muss qualifiziertes Fachpersonal der Allgemeinchirurgie, AnĂ€sthesie, Unfallchirurgie und Radiologie rund um die Uhr verfĂŒgbar sein. Zu den wichtigsten apparativen Voraussetzungen fĂŒr das Zertifikat gehört ein eigener Schockraum. Ebenfalls gefordert sind standardisierte AblĂ€ufe.
Gute Zusammenarbeit zum Wohle des Patienten

Das Krankenhaus ist auch im Traumanetzwerk Berlin aufgenommen. Seit einiger Zeit besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Unfallkrankenhaus Berlin (UKB), die in einem Kooperationsvertrag geregelt ist. So werden Patienten mit besonders schweren Verletzungen im Krankenhaus MOL stabilisiert, um sie dann ins UKB zu verlegen. Dort wird die Hauptversorgung durchgefĂŒhrt. Ist diese abgeschlossen, kommen die Patienten zurĂŒck und werden weiter im Krankenhaus MOL versorgt. Leicht- und Mehrfachverletzte können dagegen in Strausberg rundum behandelt werden.

Absprachen finden im Rahmen der Diagnostik statt. In einem Telekonsil tauscht die Rettungsstelle des Krankenhauses MOL mit dem UKB Röntgenbilder aus. Gemeinsam entscheiden die Ärzte dann, ob ein Patient verlegt werden muss. „Wir haben so bereits mehrere Verlegungen organisiert, aber auch vermieden“, erlĂ€utert Dr. Steffen König, Chefarzt der Klinik fĂŒr Unfall- und wiederherstellende Chirurgie. „Denn ein Transport der Patienten bis nach Berlin Marzahn stellt doch eine erhebliche Belastung dar.“

In Vorbereitung auf die Zertifizierung wurde die Rettungsstelle nach modernen Kriterien umgestaltet. Damit entspricht sie nun nicht nur einer zentralen Anforderung an lokale Traumazentren, sondern die neue Struktur ist auch fĂŒr die anderen Fachabteilungen wichtig. So konnten u.a. Prozesse optimiert werden. PlanmĂ€ĂŸig bestellten Patienten melden sich nun nicht mehr in der Rettungsstelle zur stationĂ€ren Aufnahme. Im Krankenhaus Strausberg wurde ein interdisziplinĂ€rer Ambulanzbereich geschaffen, in dem sowohl planbare stationĂ€re Aufnahmen, als auch stationĂ€re und ambulante Operationen sowie ErmĂ€chtigungssprechstunden besser organisiert und koordiniert werden können. Damit sind mehr KapazitĂ€ten fĂŒr akute Notfallpatienten frei. Mit Schulungen und Übungen wurde das Personal der Rettungsstelle auf die neuen Strukturen und AblĂ€ufe vorbereitet. Einbezogen wurde dabei auch das radiologische Team im Haus.

Mit weiteren Einstellungen beim Ă€rztlichen Personal soll es auch in Zukunft keine EngpĂ€sse bei der Versorgung schwer und mehrfach verletzter Patienten geben. Gleichzeitig sollen ĂŒberlange Wartezeiten aller Rettungsstellenpatienten vermieden werden. Bis Ende des Jahres werden auch hier spĂŒrbare Verbesserungen einsetzen.

Hintergrund:
Die Initiative zur GrĂŒndung von regionalen Traumanetzwerken ging von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Unfallchirurgie (DGU) aus. Hintergrund war die große Zahl an Schwer- und Schwerstverletzten in Deutschland - jĂ€hrlich weit ĂŒber 30.000. Durch die Vernetzung von geeigneten KrankenhĂ€usern, die nach einheitlichen Versorgungsstandards ihre schwerverletzten Patienten behandeln, wobei auch örtliche Voraussetzungen berĂŒcksichtigt werden, sollte die Überlebenswahrscheinlichkeit der Betroffenen deutlich verbessert werden. Das gelang. Heute ist Deutschland fĂŒhrend in der Versorgung Schwerverletzter. Das Weißbuch der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Unfallchirurgen enthĂ€lt Empfehlungen zur Strukturierung, Organisation und Ausstattung der Versorgung Schwerverletzter in Deutschland. Im Jahr 2006 wurde es das erste Mal publiziert und 2012 ĂŒberarbeitet. Eine Zertifizierung ist fĂŒr drei Jahre gĂŒltig. Danach muss in einer Re-Zertifizierung nachgewiesen werden, dass die hohen QualitĂ€tsstandards noch immer eingehalten werden. Das Krankenhaus MĂ€rkisch-Oderland muss im Jahr 2017 den Re-Zertifizierungsprozess durchlaufen.
Chefarzt
Dr. med. Steffen König MBA
Facharzt fĂŒr Chirurgie, Facharzt fĂŒr OrthopĂ€die und Unfallchirurgie
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