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Krankenhaus
MĂ€rkisch-Oderland GmbH
Strausberg
Prötzeler Chaussee 5
15344 Strausberg
Tel. 03341 / 52-0
Wriezen
Sonnenburger Weg 3
16269 Wriezen
Tel. 033456 / 40-0
Klinisches Ethikkomitee

Die moderne Medizin ermöglicht die Behandlung und das Überleben auch schwerster KrankheitszustĂ€nde, die noch bis vor wenigen Jahren oder Jahrzehnten zu einem baldigen Tod gefĂŒhrt haben. Diese Entwicklung ist fĂŒr sehr viele Patienten segensreich, aber nicht immer ist das medizinisch Machbare auch das, was ein Mensch in seiner individuellen Situation fĂŒr sich als erstrebenswert oder akzeptabel bewertet. Patienten treffen Behandlungsentscheidungen nach ihren eigenen Wertvorstellungen. So können Ärzte, Pflegende, der Patient und seine Angehörigen und BevollmĂ€chtigten in einen Entscheidungskonflikt geraten, wenn die verschiedenen beteiligten Personen die Situation, ihre Chancen und Risiken, unterschiedlich bewerten.

Klinisches Ethikkomitee

Am Krankenhaus MÀrkisch-Oderland haben sich deshalb Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen sowie ein evangelischer Pfarrer und ein Jurist im Klinischen Ethikkomitee zusammengefunden, das sich solchen Problemstellungen systematisch zuwendet und zur BewÀltigung ethischer Konflikte beitrÀgt. Dies kann durch EinzelgesprÀche oder eine ethische Fallberatung im Team erfolgen. In ihrer BeratungstÀtigkeit sind die Mitglieder des Klinischen Ethikkomitees zur Vertraulichkeit verpflichtet.

Das KEK kann von allen Mitarbeitern des Krankenhauses, vom Patienten und seinen Angehörigen oder BevollmÀchtigten kontaktiert und um Hilfe bei der Lösung ethischer Fragestellungen oder bei der BewÀltigung ethischer Konflikte gebeten werden.


Sie erreichen uns

telefonisch ĂŒber die Sekretariate der AnĂ€sthesie
Strausberg: 03341 / 52-22 550
Wriezen: 033456 / 40-205

per E-Mail:

per Brief, den Sie in einem verschlossenen, an das Klinische Ethikkomitee adressierten Umschlag an der Information oder auf der Station abgeben oder in den Briefkasten an der Information werfen

oder direkt, indem Sie eines der Mitglieder des KEK persönlich ansprechen.


Ethische Fallberatung

Was bedeutet „ethische Fallberatung“?
Eine ethische Fallberatung bietet Hilfe beim Umgang mit ethischen Konflikten in schwierigen Behandlungssituationen, die sich aus den unterschiedlichen WertĂŒberzeugungen und Sichtweisen der Beteiligten ergeben können. Dabei sind die WĂŒrde und Selbstbestimmung des betroffenen Patienten die leitenden Prinzipien.
Wann kann eine ethische Fallberatung stattfinden?
Eine ethische Fallberatung kann stattfinden, wenn die moralischen Überzeugungen und Bewertungen bezĂŒglich der Behandlungsentscheidung bei einem Kranken differieren. Dies ist der Fall, wenn sich Fragen stellen wie z.B.:
  • Soll bei einem Patienten mit Demenz und Schluckstörungen eine kĂŒnstliche ErnĂ€hrung eingeleitet und dafĂŒr eine Sonde durch die Bauchdecke in den Magen (PEG) gelegt werden?
  • Soll ein Patient mit seit Jahren bestehendem Wachkoma kĂŒnstlich beatmet werden, wenn sich sein Zustand verschlechtert?
  • Darf die Beatmungstherapie bei einem Patienten mit einer schweren chronischen Lungenerkrankung beendet werden?
  • Kann bei einem Patienten mit fortgeschrittenem Tumorleiden eine Operation hilfreich sein?
  • Sollen Maßnahmen zur Wiederbelebung begonnen oder unterlassen werden?

Eine ethische Fallberatung ist vertraulich und findet nur auf Anfrage statt. Anfragen stellen können alle Krankenhausmitarbeiter, der Patient, seine Angehörigen und BevollmÀchtigten.

Was kann eine ethische Fallberatung leisten?
Ziel der ethischen Fallberatung ist es, die Kommunikation zwischen den Beteiligten zu fördern, sie im Prozess der Entscheidungsfindung zu unterstĂŒtzen und zu entlasten und so einen Konsens bezĂŒglich des weiteren Vorgehens zu erzielen, der von allen mitgetragen und verantwortet werden kann.

Was kann eine ethische Fallberatung nicht leisten?
Eine ethische Fallberatung beurteilt nicht Personen oder die fachliche QualitĂ€t der Ă€rztlichen und pflegerischen Behandlung und ist keine individuelle Rechtsberatung. Eine ethische Fallberatung entbindet den einzelnen nicht von seiner beruflichen Verantwortung fĂŒr die Betreuung des Patienten.

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