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Krankenhaus
Märkisch-Oderland GmbH
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# Maske auf im Krankenhaus MOL!

Mund-Nase-Schutz für alle Mitarbeiter*Innen:
Schützen wir uns gegenseitig!

Bundespräsident Steinmeier begrüßt die Initiative unserer Mitarbeiterin Katrin Höhne und anderer Gruppen

COVID-19 ist eine sehr ansteckende Erkrankung mit einem hohen Risiko schwerer Verläufe insbesondere bei älteren Menschen und solchen mit chronischen Erkrankungen. Die Übertragung findet größtenteils durch Tröpfcheninfektion statt. Tückisch ist dabei, dass auch völlig symptomfreie Virusträger oder solche mit nur sehr geringen Symptomen zu Überträgern der Erkrankung werden können. In Anlehnung an durch den Radar nicht erkennbare Flugzeuge wird daher gelegentlich von einem „Stealth-Virus“ gesprochen. Ausreichender Abstand und strikte „Alltagshygiene“ sind die wichtigsten Maßnahmen zur Verminderung des Übertragungsrisikos.

Ein Abstand von mehr als 1,5 Metern ist aber bei der Durchführung medizinischer Untersuchungen und Behandlungen oft nicht einzuhalten – weder zwischen Patienten und medizinischem Personal noch zwischen den Mitgliedern eines an einer Diagnose- oder Therapiemaßnahme beteiligten medizinischen Teams. Hier hilft nur das Tragen einer persönlichen Schutzausrüstung – bei Kontakt mit COVID-19-Patienten und Verdachtsfällen u.a. von speziellen virusdichten Filtermasken (FFP2/3).

Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz (MNS) dagegen schützt seinen Träger in direktem Kontakt mit einem infektiösen Patienten kaum. Wissenschaftlich erwiesen ist aber, dass ein MNS die Weiterverbreitung von Viren aus dem eigenen Rachenraum erheblich einschränkt. Im täglichen Umgang miteinander können sich die Mitarbeiter*Innen daher gegenseitig vor Ansteckung schützen, wenn alle MNS tragen: nicht nur Ärzte und Pflegekräfte, sondern Sekretärinnen, Reinigungskräfte, Verwaltungsangestellte, Handwerker - einfach alle.





Waren industriell gefertigte MNS-Masken vor der Covid-19-Krise ein uneingeschränkt verfügbarer Cent-Artikel für den Einmalgebrauch, sind sie inzwischen sehr knapp, auch im Krankenhaus Märkisch-Oderland. Nachschub fehlt weitgehend, Fantasiepreise werden aufgerufen. Kreativität ist gefragt. Erste Studien zeigen: auch nicht industriell gefertigte, mehrlagige Baumwollmasken („do it yourself“-MNS, auch Behelfs-MNS genannt), die abends durch ein kurzes Kochen keimfrei gemacht werden können, halten 70 Prozent der Viren zurück, zusammen mit einem eingelegten Vlies oder Filter bis zu 90 Prozent.

Seit dem 25. März nähen mehrere Beschäftigte des Krankenhauses, aber auch Vereine und Initiativen aus unserem Landkreis für unsere Mitarbeiter*Innen solche Behelfs-Masken - manche nüchtern weiß, manche farbenfroh. Zwei Sekretärinnen haben in ihrer Freizeit schon mehr als 100 Masken genäht, die inzwischen von Pflegekräften und Ärzten getragen werden. In Strausberg haben Mitglieder des Vereins „Lebenshilfe Märkisch-Oderland e.V.“ 200 Masken hergestellt. In Prädikow folgen Mitglieder der Dorfscheunen-Initiative unserer Bitte und haben das gesamte Wochenende ihre Nähmaschinen heiß laufen lassen: Ein kleines Dorf „steht und näht zusammen“ – für unsere Mitarbeiter*Innen im Krankenhaus. Ziel ist es, dass alle Mitarbeiter*Innen bis zum Ende dieser Woche zwei persönliche Masken erhalten, damit sie sich gegenseitig schützen können: „# Maske auf im Krankenhaus MOL!“. Die Anteilnahme und Solidarität so vieler Menschen in unserem Landkreis ist für die Mitarbeiter*Innen nicht nur Hilfe in der Not, sondern vor allem auch eine großartige Ermutigung in schwieriger Zeit.

Bundespräsident Steinmeier begrüßt die Initiative unserer Mitarbeiterin Katrin Höhne und anderer Gruppen
Unsere Mitarbeiterin Katrin Höhne wurde am 30. März 2020 von Bundespräsident Steinmeier angerufen. Nachdem dieser durch Zufall von der Initiative zum Nähen von Behelfs-Mund-Nase-Schutz erfahren hatte, wollte er wissen, wie es dazu kam. Katrin Höhne, die derzeit wegen Rückenbeschwerden behandelt wird und daher nicht arbeitsfähig ist, berichtete dem Bundespräsidenten: „Ich war traurig darüber, dass ich meinen Kolleginnen in dieser schwierigen Zeit nicht auf der Station zur Seite stehen konnte. Also habe ich überlegt, wie ich auf andere Weise helfen konnte. Im Gespräch mit meinem Chefarzt entstand der Gedanke, meine Nähleidenschaft zu nutzen und für meine Kolleginnen Mund-Nase-Schutz zu nähen. Andere Mitarbeiterinnen und Menschen aus der Region haben sich dieser Initiative spontan angeschlossen.“ Der Bundespräsident beglückwünschte Frau Höhne und unser Krankenhaus zu dieser Idee und sagte, dass er stolz darauf sei, dass Menschen wie Katrin Höhne in unserem Land sich angesichts der COVID-19-Herausforderung solidarisieren, zusammenstehen und nach einfachen, aber wirkungsvollen Lösungen suchen. Er wünscht allen unseren Mitarbeiter*Innen alles Gute in dieser angespannten Zeit.


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