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4. Wundforum

02.09.2015, 16:00Uhr, Strausberg


Bereits zum vierten Mal hatte das Wundmanager-Team um Diabetologin Dr. med. Cristine Pietsch, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin im Krankenhaus Märkisch-Oderland, Ärzte, Personal der Arztpraxen, Mitarbeiter aus Pflegeheimen, Podologen und Pflegepersonal aus der Region zum Wundforum Märkisch-Oderland eingeladen.

„Nachdem die Wundforen im Krankenhaus MOL in den vergangenen Jahren mit sehr regem Interesse von den Teilnehmern angenommen wurden, möchten wir auch in diesem Jahr mit der Veranstaltung und neuen interessanten Themen fortfahren“, berichtete Dr. Pietsch. Am Mittwoch, 2. September waren interessierte Fachkräfte zum gemeinsamen Wissensaustausch eingeladen.

Das Erysipel ist eine entzündliche Hauterkrankung, die mit örtlich scharf begrenzter Rötung, Schwellung, Fieber und Kopfschmerzen und Unwohlsein einhergeht. Die Patienten denken, sie haben einen Infekt, weil meistens die Beschwerden und das Fieber vor der Rötung der Haut auftritt. Ausgangspunkt sind ganz kleine Hautverletzungen, Fußpilz, Insektenstiche oder bei chronischer Schwellung der Unterschenkel, wie z.B. bei Herzinsuffizienz. Die häufigste Lokalisation sind Unterschenkel, Gesicht und Arme, aber auch alle anderen Orte des Körpers können betroffen sein. Die Risikopatienten sind alle Patienten die eine Abwehrschwäche haben, also Diabetiker, chronisch kranke Patienten und Patienten die regelmäßig Prednisolon einnehmen, aber auch Patienten nach Chemotherapie oder Strahlentherapie. Etwa 100 Erysipelinfektionen pro Jahr pro 100 000 Patienten treten in Deutschland auf. Sollten die o.g. Symptome auftreten muss unbedingt der Arzt konsultiert werden, da eine Antibiotikatherapie erforderlich ist. Der Erreger sin Streptokokken, die auch zu Komplikationen führen können. Wird die Krankheit nicht konsequent behandelt, kann es zur Verbreitung der Keime im Körper kommen und es können eine Herzentzündung, eine Blutvergiftung und schwere Folgen an den Nieren die Folge sein. Darüber berichtete die Internistin Dr. C. Pietsch. Aber es gibt auch viel Differentialdiagnosen, die beachtet werden müssen. Der Mikrobiologe Dr. Brand aus dem Labor Oderland in FFo besprach die unterschiedlichen Keime, die diese Krankheit auslösen und welche Antibiotika sinnvoll und effektiv wären. Lokal können tiefere Gewebsschichten betroffen sein, so dass sogar eine Operation erforderlich werden kann. Wann muss der Chirurg mit einbezogen werden? Dazu und welche operativen Konsequenzen und Therapien heute möglich sind zeigte der neue chirurgische CA Dr. med. Bauer auf. Wenn die Krankheit nicht konsequent behandelt wird ist das Wiederauftreten der Erkrankung mit dramatischen Folgen wie chronischem Lymphödem verbunden.
Viele Firmen zeigten Ihre Produkte, die zur Wundversorgung heute bereit stehen und wir müssen aber kritisch und ökonomisch sinnvoll damit umgehen war aber auch der Tenor der Referenten.
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