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Krankenhaus
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Polnisch-Deutsches Forum für Gynäkologie – Von der Idee bis zur Realisierung
12.03.2018, Strausberg

Zu Gast bei Freunden: Vertreter des Krankenhauses Märkisch-Oderland waren bei der Eröffnung des Polnisch-Deutschen Forums für Gynäkologie dabei, das die Brandenburger zusammen mit der Klinik in Gorzów Wielkopolski gegründet haben. Die Eröffnungsveranstaltung fand am 09. Februar in Gorzów mit verschiedenen Workshops und interessanten gynäkologischen Fortbildungen statt.

Unter dem Motto „Barrieren reduzieren – gemeinsame Stärken nutzen“ unterstützt die Europäische Union die Grenzregion Brandenburg – Polen mit einem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das geförderte Projekt „INTERREG V A Brandenburg-Polen 2014-2020“ im Rahmen der „Europäischen territorialen Zusammenarbeit des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung FFE“ nutzen die beiden Kliniken, um den fachlichen Austausch der Krankenhäuser, u. a. auch die Ausbildung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal anzuregen und zu entwickeln.

Das Forum sieht vor, dass Operationen von Brandenburg nach Polen und auch umgekehrt aus den jeweiligen Operationssälen live übertragen werden. Die Bilder kommen aus dem OP in Strausberg nach Gorzów mittels einer kleinen Kamera in der OP-Beleuchtung. Um die technische Umsetzung kümmern sich die Abteilungen der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) und der Medizintechnik beider Häuser. Nach dem Vertragsabschluss kann nun in Abstimmung mit den Partnern modernste Medizin-, Operations- und Übertragungstechnik beschafft werden.
Von besonderem Interesse für die polnischen Ärzte sind dabei Bauch- und Vaginaloperationen. Aber auch laparoskopische Eingriffe sind per online Übertragung möglich. „Damit sind wir in der Lage, die Techniken zu zwei bis drei Operationen pro Woche zu zeigen“, berichtete Prof. Dr. Janusz Bartnicki, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Strausberg.

Während der Projektlaufzeit sollen darüber hinaus vier große gemeinsame Fachkonferenzen für Ärzte und Pflegekräfte stattfinden. Ziel ist immer der gegenseitige Austausch von Erfahrungen. Dafür sind vor allem gegenseitige Besuche sehr wichtig.
Besonders der ländliche Raum und Grenzregionen haben einen Nachholbedarf gegenüber Metropolregionen. Mit diesem Projekt soll die Distanz verringert und ein kleines Stück geeintes Europa sichtbar gemacht werden. Aber nicht nur der Region oder den beiden

Krankenhäusern kommt die Förderung zu Gute. Auch die Patientinnen – auf polnischer und deutscher Seite – profitieren von der Zusammenarbeit. Neues Equipment und eine bessere, enger vernetzte Ausbildung von Ärzten und Pflegepersonal führen zu einer besser strukturierten und organisierten Betreuung der Patienten.

„Wir danken den polnischen Kollegen für ihr Engagement, ohne dem dieses Projekt nicht zustande gekommen wäre und sind uns sicher, dass unser Forum für Gynäkologie für alle Beteiligten ein Erfolg wird“, sagte der Strausberger Chefarzt bei der Eröffnung.

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