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Krankenhaus
Märkisch-Oderland GmbH
Strausberg
Prötzeler Chaussee 5
15344 Strausberg
Tel. 03341 / 52-0
Terminvergabe:
Tel. 03341 / 52 - 21 500
Wriezen
Sonnenburger Weg 3
16269 Wriezen
Tel. 033456 / 40-0

#Maske auf im Krankenhaus MOL - Aufruf zur Unterstützung


Krankenhaus Mitarbeiterinnen und Vereine folgen der Initiative des Hauses: Sie nähen Mund-Nasen-Masken für die Kollegen aller Berufsgruppen.


Da die benötigten Mengen jedoch die Möglichkeit der Produktion Einzelner übersteigt, benötigen wir Ihre Unterstützung.

Folgen Sie dem Beispiel der fleißigen Näherinnen und stellen Sie für die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen Do-It-Yourself - Mund-Nasen-Masken her. Wir geben diese auch gern an Praxen, Pflegeheime und andere Einrichtungen weiter.



Der Stoff sollte bei 95 Grad waschbar und aus Baumwolle sein.

Das Krankenhaus MOL in Strausberg und Wriezen ist für jede selbstgenähte Maske dankbar!

Hier finden Sie einige Anleitungen, wie man Mund-Nasen-Masken oder ein Schutzvisier selbermacht.







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Große Unterstützung aus der Bevölkerung

Herzlicher Danke an alle fleißigen Helfer


Das Krankenhaus Märkisch-Oderland freut sich über die große Unterstützung, die es aus der Bevölkerung erfährt. Selbstgenähte Masken, die von Mitarbeitern, Vereinen oder Einzelpersonen in Eigenregie hergestellt wurden, erreichen die Standorte in Strausberg und Wriezen beinahe täglich. Dadurch ist es gelungen, jeden der 634 Mitarbeitern mit mindestens zwei Do-It-Yourself-Mund-Nasen-Masken auszustatten.

„Vom Team ,Dorfscheune Prädikow` und von befreundeten Initiativen in den Nachbarorten (Reichenow, Neulewin, Harnekop und Wriezen) haben uns inzwischen ca. 500 selbst genähte Masken erreicht“, berichtet Dr. med. Christian Jenssen, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Mitglied der Task Force CORONA. Er übernimmt die Verteilung der Masken im Haus, die aus seiner Nachbarschaft kommen. Auch unter den Mitarbeitern finden sich fleißige Näherinnen, die mit ganz eigenen Kreationen den Selbstschutz fördern. Katrin Höhne, Elfi Bröckl und Jenny Göhler, Mitarbeiterinnen der Stationen und der Verwaltung, haben zusammen mindestens noch einmal zweihundert Masken angefertigt. Und auch von „Lebenshilfe e.V.“ in Strausberg kamen etwa 200 Stück.

„Die Dorfinitiativen nähen für uns, aber auch für Pflegedienste, die Freiwillige Feuerwehr etc. - und das geht weiter“, ist sich Dr. Jenssen sicher. „Die Nähmaschinen surren, bunte Stoffe werden bestellt, ein Team wäscht vor, schneidet zu, das andere näht, das dritte wäscht und trocknet. Ein anderer produziert wiederum ganztags die Haltebänder. Für so viel Eigeninitiative möchten wir uns recht herzlich bedanken“, sagt Dr. Jenssen.

Ein einzigartiger Brief, der uns besonders berührte, erreichte den Standort Wriezen. Charlotte (acht Jahre alt) brachte ihre Wertschätzung und Achtung für die Arbeit der Pflegekräfte und Ärzte mit einer selbstgenähten Maske und einem Bild von sich an der Nähmaschine zum Ausdruck. „Ihre Familie hatte ihr von unserer Arbeit im Krankenhaus berichtet“, so Geschäftsführerin Angela Krug. Charlotte überreichte den Mitarbeitern vor Ort die Masken und einen selbstgeschriebenen Brief. „Über diese Geste haben wir uns riesig gefreut, weil es auch zeigt, dass unsere Arbeit in der Bevölkerung geschätzt und gewürdigt wird“, so die Geschäftsführerin weiter.

Im Krankenhaus sind mittlerweile alle Mitarbeitenden angewiesen worden eine Maske (Mund-Nasen-Schutz bzw. Do-It-Yourself-Mund-Nasen-Maske) zu tragen. Aber auch im häuslichen Gebrauch kann sie schützen. Ein Tipp für die kommenden Osterfeiertage: Eine selbstgenähte, farbenfrohe Maske für den familiären Feiertagsspaziergang oder für den nächsten Einkauf ist in dieser Zeit ein gelungenes und sinnvolles Ostergeschenk.

Am 07. April konnte das Krankenhaus eine große Lieferung des industriell gefertigten Mund-Nasen-Schutzes in Empfang nehmen. „Somit ist es uns möglich, die anderen Helfer (Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Polizei) in dieser Ausnahmesituation mit Material zu unterstützen, denn eins sollte mittlerweile unstrittig sein: Wir können die Krise nur gemeinsam im Zusammenhalt bewältigen“, sagte Geschäftsführerin Angela Krug.

Hintergrund #Maske auf im Krankenhaus MOL:
Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz schützt seinen Träger in direktem Kontakt mit einem infektiösen Patienten nur wenig. Dagegen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass wir unsere Mitmenschen effektiv schützen können, wenn wir selbst eine Maske tragen. Erste Studien zeigen: dies gilt auch für nicht industriell gefertigte, mehrlagige Baumwollmasken (DIY = Do-It-Yourself-Masken). Diese DIY-Masken aus gut geeigneten Baumwollmaterialien filtern mindestens 70 Prozent der Viren aus der Ausatemluft. Die Masken sehen unterschiedlich aus, manche nüchtern, manche bunt und farbenfroh. Viele dieser Masken haben einen inneren Einschub, in den man ein Vlies, Tee- oder Kaffeefilter einlegen kann, für den ein Viren-Schutzeffekt von bis zu 95 Prozent nachgewiesen worden ist.



Strausberg/Wriezen, 08. April 2020
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