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Krankenhaus
Märkisch-Oderland GmbH
Strausberg
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Poln.-Deut. Forum für Gynäkologie
Das geförderte Projekt „INTERREG V A Brandenburg-Polen 2014-2020“ nutzen Kliniken, um den fachlichen Austausch der Krankenhäuser, u. a. auch die Ausbildung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal anzuregen und zu entwickeln.

Grenzübergreifendes Projekt und Kooperationsprogramm zwischen Polen und Brandenburg
Von der Idee bis zur Realisierung


Unter dem Motto „Barrieren reduzieren – gemeinsame Stärken nutzen“ unterstützt die Europäische Union die Grenzregion Brandenburg – Polen mit einem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das geförderte Projekt „INTERREG V A Brandenburg-Polen 2014-2020“ im Rahmen der „Europäischen territorialen Zusammenarbeit des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung FFE“ nutzen die beiden Kliniken, um den fachlichen Austausch der Krankenhäuser, u. a. auch die Ausbildung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal anzuregen und zu entwickeln.

Das Forum sieht vor, dass Operationen von Brandenburg nach Polen und auch umgekehrt aus den jeweiligen Operationssälen live übertragen werden. Die Bilder kommen aus dem OP in Strausberg nach Gorzów mittels einer kleinen Kamera in der OP-Beleuchtung. Um die technische Umsetzung kümmern sich die Abteilungen der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) und der Medizintechnik beider Häuser. Nach dem Vertragsabschluss kann nun in Abstimmung mit den Partnern modernste Medizin-, Operations- und Übertragungstechnik beschafft werden.

Von besonderem Interesse für die polnischen Ärzte sind dabei Bauch- und Vaginaloperationen. Aber auch laparoskopische Eingriffe sind per online Übertragung möglich.

Während der Projektlaufzeit sollen darüber hinaus vier große gemeinsame Fachkonferenzen für Ärzte und Pflegekräfte stattfinden. Ziel ist immer der gegenseitige Austausch von Erfahrungen. Dafür sind vor allem gegenseitige Besuche sehr wichtig.

Besonders der ländliche Raum und Grenzregionen haben einen Nachholbedarf gegenüber Metropolregionen. Mit diesem Projekt soll die Distanz verringert und ein kleines Stück geeintes Europa sichtbar gemacht werden. Aber nicht nur der Region oder den beiden Krankenhäusern kommt die Förderung zu Gute. Auch die Patientinnen – auf polnischer und deutscher Seite – profitieren von der Zusammenarbeit. Neues Equipment und eine bessere, enger vernetzte Ausbildung von Ärzten und Pflegepersonal führen zu einer besser strukturierten und organisierten Betreuung der Patienten.

Lesen Sie dazu auch auf der Projekthomepage: www.pnfg.pl/pl

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Erster Deutsch-Polnischer Gynäkologen-Stammtisch in Strausberg

Am 09. Januar 2019 fand unter der Leitung des Chefarztes der Frauenklinik Prof. Dr. med. Janusz Bartnicki der traditionelle Stammtisch der niedergelassenen und Klinik-Ärzte im Restaurant Fischerkietz in Strausberg statt.

Zum ersten Mal haben polnische Gynäkologen aus dem Landesklinikum in Gorzow Wielkopolski (Lemberg an der Warthe) am Stammtisch teilgenommen. Das Krankenhaus Märkisch- Oderland kooperiert seit zwei Jahren mit dem Krankenhaus in Gorzow. Im Rahmen der Investitionspolitik der Europäischen Union INTERREG V A Brandenburg-Polen 2014-2020, sind beide Krankenhäuser Teil des Projektes „Polnisch-Deutsches Forum für Gynäkologie“. Das geförderte Projekt nutzen die beiden Kliniken, um den fachlichen Wissens- und Erfahrungsaustausch der Krankenhäuser, u. a. auch die Ausbildung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal anzuregen und zu entwickeln. Während des Stammtisches wurden operative Spektren beider Frauenkliniken und moderne Ultraschalldiagnostiken in der Gynäkologie vorgestellt und diskutiert.

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Erfahrungsaustausch als eigentliches Ziel

Das Polnisch-Deutsche Forum für Gynäkologie setzt vor allem auf den Erfahrungsaustausch. Mit der allerneuesten Übertragungstechnik werden Operationen live von Brandenburg nach Polen und umgekehrt aus den jeweiligen Operationssälen übertragen. Die Bilder kommen aus dem OP in Strausberg nach Gorzów mittels einer kleinen Kamera in der OP-Beleuchtung. Bis Ende Mai wurden bereits 55 Eingriffe übertragen. „Alle Patientinnen, die wir um Ihre Einwilligung baten, ihre OP übertragen zu dürfen, waren damit einverstanden. Es freut uns ganz besonders, dass die Patientinnen uns und das Projekt so unterstützen“, sagte Prof. Dr. Janusz Bartnicki, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Strausberg. Von besonderem Interesse für die polnischen Ärzte sind dabei Bauch- und Vaginaloperationen. Aber auch laparoskopische Eingriffe sind per online Übertragung möglich.


 Video: Polnisches-Deutsches Forum für Gynäkologie (deutsch)


 Video: Polsko-Niemieckie Forum Ginekologiczne (polski)
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Strausberger Frauenklinik setzt Ultraschalltechnik der Spitzenklasse ein
Polnisch-Deutsches Forum für Gynäkologie: Fördermittel für Wissensaustausch mit Diagnostik auf höchstem Niveau


Eines der weltweit modernsten Ultraschallgeräte, das General Electrics E10, steht jetzt allen Patientinnen in der Frauenklinik des Krankenhauses Märkisch-Oderland in Strausberg zur Verfügung. „Das Gerät liefert derart exakte Bilder, dass man praktisch alles außer der Augenfarbe des ungeborenen Kindes sehen kann“, sagte Prof. Dr. Janusz Bartnicki, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Strausberg. „Wir können das Kind von Kopf bis Fuß von außen und von innen betrachten und beurteilen, ob es insgesamt gut entwickelt ist“. Die Eltern müssen nicht mehr nur dem Arzt vertrauen, dass diese „hellgrau flackernde Struktur“ auf dem Bildschirm auch wirklich das Herz ihres Kindes ist. Sie können es dank der neuen Technik selber sehen. „Wir bieten unseren Patientinnen damit neben beeindruckenden Bildern eine Diagnostik auf einem völlig neuen Qualitätsniveau“, erklärt der Chefarzt.

Das neue Ultraschallgerät ist Teil einer Reihe von Investitionen, die durch die Kooperation mit dem polnischen Krankenhau in Gorzów Wielkopolski erst möglich wurde. 2018 haben sich beide Häuser zusammengetan, um das Polnisch-Deutsche Forum für Gynäkologie zu gründen. Um dieses Projekt zu realisieren, wurden neue Geräte angeschafft, die vieles möglichen machen, was vorher nur in speziellen Kliniken gemacht werden konnte.

„Baby Fernsehen“
Mit Hilfe des General Electrics E10 können nun mit der zusätzlichen 4D- Funktion auch bewegte Bilder gesehen werden, also der erste 3D-Videofilm vom eigenen Kind noch im Bauch der Mutter. Man könnte es auch einfach „Baby Fernsehen“ nennen. Die Darstellung von Mimik und Gestik des Babys wird möglich. Eine erhöhte Prozessorgeschwindigkeit zur schnelleren, bewegungsangepassten Berechnung von Oberflächenstrukturen, Lichtreflexen und Schatten mit einer zusätzlichen Farbkomponente zur Visualisierung und Darstellung von Helligkeit machen es möglich, dass die werdenden Eltern anstatt eines bisher grauen Bildes, auf dem „ja eh nur der Arzt wirklich etwas erkennt“, ein bewegtes, realitätsnahes und detailreiches Bild sehen. Im Bauch der Mutter wird eine virtuelle Lichtquelle berechnet, die das Kind von jeder Seite beleuchten kann.

Mit diesem neuen Darstellungsvermögen der 3D/4D-Sonde liegen Auflösung und Schärfe des Bildes höher als bei herkömmlichen Ultraschallverfahren. Das Erkennen komplexer Fehlbildungen bei Ungeborenen ist besser und zum Teil früher möglich. Da keine Strahlung sondern Schallwellen eingesetzt werden, sind die sonographischen Untersuchungen völlig unschädlich für Mutter und Kind.

Genauer und mit mehr Gewissheit
Das Gerät dient in erster Linie der vorgeburtlichen Diagnostik. Das Team um Prof. Bartnicki wird sich damit noch weiter auf die präzise Diagnostik des ungeborenen Kindes spezialisieren. Denn auch ein noch so gutes und innovatives Gerät funktioniert nicht von allein. Es braucht Spezialisten, die es qualifiziert bedienen können und über die entsprechenden diagnostischen Erfahrungen verfügen. „Das ist für uns alle eine große Herausforderung“, stellen die zufriedenen Assistenzärzte Dres. Ludwig, Pertschy, Brzenska, Nasr und Otgonbold fest. „ Das neue Gerät gibt uns jetzt erheblich mehr Gewissheit bei der medizinischen Untersuchung von Kindern vor der Geburt“.

Immer mehr Schwangere entscheiden sich dafür, ihr Kind im Kreißsaal des Krankenhauses MOL zur Welt zu bringen.

Der neue Stolz der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, „der Ferrari unter den Sonographiegeräten“, bietet für alle Frauen und ihre ungeborenen Kinder - und auch den Ärzten selber - überdurchschnittliche diagnostische Vorteile und Verbesserungen. Da fast jede Entscheidung in der Gynäkologie und Geburtshilfe auf der vorhergehenden sonographischen Diagnostik basiert, ist dies ein riesiger Fortschritt und eröffnet neue Möglichkeit für Patientinnen der gynäkologischen Abteilung im Krankenhaus MOL in Strausberg.

Vorteil für alle Frauen
„Das neue Ultraschallsystem kann ganz viele unterschiedliche Fragestellungen beantworten“, erläutert Prof. Bartnicki weiter. Auch für die gynäkologische Diagnostik bieten die neuen besonderen Schallköpfe des Gerätes erhebliche Vorteile. Mit ihnen werden eine verringerte Schichtdicke und die Minderung des Hintergrundrauschens möglich. Auch solche Strukturen, wie kleinste Blutgefäße, können plastisch und pulsierend dargestellt werden. Somit kann geprüft werden, ob ein Organ noch ausreichend versorgt wird oder zum Beispiel eine minimale Verkalkung den Blutzufluss behindert und damit eine weitere Diagnostik oder Therapie notwendig machen. Auch bei dieser Art von Diagnostik ist natürlich eine 3D- Darstellung sowie eine Doppler- Funktion (Durchflussmessung) möglich.

Hintergrundinformationen:
Mit Fördermitteln der Europäischen Union, dem Kooperationsprogramm INTERREG VA Brandenburg-Polen 2014 – 2020, sollen vier Dinge erreicht werden: Die Abschaffung von Barrieren, Entwicklung einer nachhaltigen Zusammenarbeit im Bereich der Gynäkologie, Verbesserung der Qualität von operativen Eingriffen und ein Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Unter dem Motto „Barrieren reduzieren – gemeinsame Stärken nutzen“ unterstützt die Europäische Union die Grenzregion Brandenburg – Polen mit einem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das geförderte Projekt „INTERREG V A Brandenburg-Polen 2014-2020“ im Rahmen der „Europäischen territorialen Zusammenarbeit des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung FFE“ nutzen die beiden Kliniken, um den fachlichen Austausch der Krankenhäuser, u. a. auch die Ausbildung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal anzuregen und zu entwickeln.
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Modernste Technik im Krankenhaus Strausberg
Mit 3D Brille im OP


Die Ärzte der Frauenklinik im Strausberger Krankenhaus setzen ein hochmodernes Bildgebungssystem bei operativen Eingriffen ein. Sie sind damit im Land Brandenburg eine von wenigen Kliniken, die diese neue Technologie anwenden. Sie ermöglicht einen dreidimensionalen Blick in den Körper der Patientinnen und ermöglicht, präziser zu operieren und damit indirekt auch die OP-Dauer sowie die Verweildauer im Krankenhaus zu verkürzen.
Die Patientin, Frau R., liegt entspannt in ihrem Bett und ruht sich aus. Gestern wurde laparoskopisch die Gebärmutter entfernt. Sie hat kaum Schmerzen und auch die Wundheilung geht gut voran, so dass die Ärzte sagen, sie könne bald nach Hause. Mit drei zwischen 0,5 bis ein Zentimeter großen Einstichstellen am Bauch sind die Wunden sehr klein und schränken sie auch nicht ein.



Mit dem modernsten 3D-Laparoskopieturm – dem „Einstein Vision“ sind die Gynäkologen der Frauenklinik in der Lage, komplizierteste Operationen minimal-invasiv (Schlüssellochchirurgie) durchzuführen.

„Das hochauflösende Bildverarbeitungssystem sendet extrem scharfe, dreidimensionale Bilder aus dem Inneren des Körpers in Echtzeit“, erklärt Prof. Janusz Bartnicki, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Am Anfang sind wir immer etwas zurückgezuckt, wenn wir den zu operierenden Bereich mit Wasser gespült haben, weil man wirklich meinen könnte, das Wasser kommt aus dem Bildschirm“. Bei einem laparoskopischen Eingriff wird der Bauch der Patientin mit einem Kohlendioxidgas (CO2) erweitert, dass so problemlos ein lichtleitender Glasstab mit aufgesetzter Kamera und entsprechenden Arbeitsinstrumenten eingeführt und schonend operiert werden kann. Dies ist eine gängige Praxis – neu ist allerdings die dreidimensionale Bildgebung.

Bisher arbeiteten die Gynäkologen im Krankenhaus MOL mit einer 2D Auflösung. „Bei zweidimensionalen Darstellungen ist die räumliche Tiefe aber schwerer zu erkennen“, und die Operateure verließen sich auf ihre langjährigen Erfahrungen, sagt der Professor. „Durch die 3D-Optik können wir uns besser orientieren“. Mit der neuen Technologie sind die Ärzte der Frauenklinik in der Lage, millimetergenaue Eingriffe an Organen wie Gebärmutter oder Eierstöcken präzise durchzuführen. Die leichtere Hand-Augen-Koordination verhilft dem OP-Team zu einem schnelleren Arbeiten bei besserer Qualität. Auf strategisch günstig platzierten Monitoren im OP-Saal können alle an der OP Beteiligten das Geschehen verfolgen. Der Operateur, der Assistent und sowie die OP-Schwestern tragen dabei eine 3D-Brille.

„Das Tragen der Brille während der OP ist etwas ungewohnt, aber die Bilder, die wir dadurch bekommen, vermitteln den Eindruck, als würden wir eine Operation am offenen Bauch durchführen“, zeigt sich das Team der Gynäkologie begeistert.

Anatomische Strukturen sind mit dem 3D-Laparoskop-System besser zu erkennen. Die Auflösung reiche an ein Mikroskop heran. So wird das Risiko von Blutungen und Verletzungen vermindert.

Auch Frau R. zeigt sich sehr zufrieden. Das Aufklärungsgespräch nahm ihr die Bedenken und die Operation bestätigte die Erwartungen. In ein paar Tagen kann sie das Krankenhaus verlassen.

Hintergrund
Durch die Kooperation mit dem Krankenhaus in Gorzów Wielkoposki konnten Fördermittel der Europäischen Union aus dem Kooperationsprogramm INTERREG VA Brandenburg-Polen (BB-PL) 2014 – 2020 gewonnen werden. Das Programm verfolgt vier Ziele: Die Abschaffung von Barrieren, Entwicklung einer nachhaltigen Zusammenarbeit im Bereich der Gynäkologie, Verbesserung der Qualität von operativen Eingriffen und ein Wissens- und Erfahrungsaustausch.

Unter dem Motto „Barrieren reduzieren – gemeinsame Stärken nutzen“ unterstützt die Europäische Union die Grenzregion Brandenburg – Polen mit einem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das geförderte Projekt „INTERREG V A Brandenburg-Polen (BB-PL) 2014-2020“ im Rahmen der „Europäischen territorialen Zusammenarbeit des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung FFE“ nutzen die beiden Kliniken dafür, den fachlichen Austausch der Krankenhäuser, u. a. auch die Ausbildung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal, anzuregen und zu entwickeln.


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