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Krankenhaus
Märkisch-Oderland GmbH
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Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Gallenblase / Bauchspeicheldrüse / Leber

Leber, Galle, Pankreas
Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Leber sind wichtige Organe unseres Verdauungssystems. Sie liegen in enger Nachbarschaft im Oberbauch.

Eingriffe an Leber und Bauchspeicheldrüse sind meist umfangreich und komplex. Sie erfordern eine enge Kooperation in der Diagnostik aber auch in der Therapie mit den Magen-Darm-Spezialisten der Inneren Klinik (Gastroenterologie). Innerhalb der Leberchirurgie arbeiten wir zudem eng mit der Klinik für Chirurgie der Charité zusammen.
Bauchspeicheldrüse Flyer: Bauchspeicheldrüse

Gallenblase
Die Gallenblase liegt im rechten Oberbauch unterhalb der Leber und hat eine längliche, birnenartige Form. Sie speichert die Gallenflüssigkeit, die in der Leber produziert wird und dickt sie ein. Die Gallenflüssigkeit ist gelb, bräunlich oder grün und hilft wesentlich bei der Verdauung der über die Nahrung aufgenommenen Fette. Durch den Hauptgallengang ist sie mit der Leber und dem Zwölffingerdarm verbunden.
Erkrankungen der Gallenblase
Wir behandeln alle krankhaften Veränderungen der Gallenblase. Zu den häufigsten Operationen gehört die komplette Entfernung aufgrund von Gallensteinen. Gallensteine können neben sehr unangenehmen Schmerzen auch schwere Entzündungen der Gallenblase verursachen. Wenn Sie in den Gallengang abrutschen können sie zu einer Gelbsucht oder Bauchspeicheldrüsenentzündung führen. Diese sogenannten Gallengangsteine sind ein häufiger Grund für eine zunächst endoskopische Säuberung der Gallenwege mit anschließender Operation.

Aber auch Tumore der Gallenblase werden von unseren erfahrenen Chirurgen behandelt.
Gut zu wissen: Gallensteine
Die Gallenflüssigkeit besteht aus Wasser und anderen Stoffen, die zum Teil nicht wasserlöslich sind. Wenn diese Stoffe verklumpen, entstehen Gallensteine. Täglich wird in der Leber bis zu ein Liter Gallenflüssigkeit gebildet. Sie ist für die Verdauung von Fetten im Darm wichtig. Der größte Teil der Gallenflüssigkeit fließt nach der Nahrungsaufnahme direkt über die Gallenwege in den Dünndarm. Der Rest wird zwischen den Mahlzeiten in der Gallenblase gespeichert.
Symptome
Das typische Anzeichen für Gallensteine sind sehr unangenehme, krampfartige Bauchschmerzen (Koliken). Diese entstehen, wenn sich die Gallenblase zusammenzieht, um Galle in den Darm zu pressen, die Gallensteine aber zugleich den Ausgang blockieren. Gallensteine können aber noch andere Beschwerden verursachen wie Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und Aufstoßen.
Behandlung
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei Gallensteinen. Eine Entfernung der Gallenblase ist aber die letztlich einzige Möglichkeit, schmerzhaften Koliken und möglichen Komplikationen des Gallensteinleidens dauerhaft vorzubeugen. Aktuell ist die Empfehlung zur Operation ganz einfach: Gallensteine, die Beschwerden machen, sollten operiert werden; Gallensteine ohne Beschwerden können bis auf seltene Ausnahmen belassen werden. Tumore der Gallenblase und der Gallenwege können, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, ebenfalls operativ entfernt werden.
Unsere Schwerpunkte in der Chirurgie der Gallenblase und Gallenwege
  • Endoskopische (minimal-invasive) Gallenblasenentfernung (Cholecystektomie)
  • konventionelle Gallenblasenentfernung
  • Eingriffe bei Gallenblasen und Gallenwegstumoren
  • Operatives Verbinden von Gallenblase und Gallengänge (Biliodigestive Ableitungsoperationen)
Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, liegt hinter dem Magen quer im Oberbauch und ist eine ca. 18 cm lange Drüse. Ihre Aufgabe besteht darin, Verdauungsenzyme zu produzieren, die sie in den Zwölffingerdarm abgibt. Außerdem schüttet sie Hormone in die Blutbahn, wie das zur Regulierung des Blutzuckerspiegels wichtige Insulin. In ihrer Nachbarschaft liegen wichtige Blutgefäße, die die Bauchspeicheldrüse, den Magen, die Leber und den oberen Darm mit Blut versorgen.
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
Bösartige Tumore der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom), Zysten und Entzündungen (Pankreatitis) sind die häufigsten Gründe für chirurgische Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse. Sehr selten sind Verletzungen der Bauchspeicheldrüse die zu einer Operation führen. Zysten der Bauchspeicheldrüse sind mit Flüssigkeit gefüllte von wenigen Millimetern bis viele Zentimeter große Blasen die operiert werden, wenn sie Beschwerden machen oder die Gefahr einer Entartung besteht.
Gut zu wissen: Pankreatitis
Bei einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) verspürt der Patient plötzlich starke Bauchschmerzen. Die häufigsten Ursachen einer Pankreatitis sind Gallensteine und ein starker Alkoholkonsum. Meist ist die akute Entzündung nach ein bis zwei Wochen überstanden. Dennoch muss sie im Krankenhaus behandelt werden, weil sie bei einem schweren Verlauf auch lebensbedrohlich werden kann.
Symptome
Akute Entzündungen äußern sich häufig in heftige Schmerzen im Oberbauch, die auch bis in den Rücken ausstrahlen und von Übelkeit mit Erbrechen begleitet werden. Oft kommt es auch zu Fieber, Kreislaufproblemen und einem aufgeblähten Bauch. Durch die heftigen Schmerzen suchen betroffene gleich den Weg zum Arzt, der sie in der Regel noch am gleichen Tag in ein Krankenhaus überweist. Die akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist ein medizinischer Notfall. Tumore der Bauchspeicheldrüse sind leider oft sehr lange ohne Beschwerden und werden aus diesem Grund immer noch zu oft in einem schon fortgeschrittenen Zustand entdeckt. Erste Hinweise können ein ungewollter Gewichtsverlust sein, unspezifische Oberbauchschmerzen oder eine neu entdeckter Zucker.
Behandlung
Eine Behandlung der akuten Pankreatitis ist heutzutage in fast allen Fällen konservativ also ohne die Hinzuziehung des Chirurgen möglich. Sie zielt immer auf eine Entlastung der Bauchspeicheldrüse ab und darauf die Beschwerden zu lindern. Die Patienten bekommen zuerst einen Tropf, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen, da die Entzündung zu einem Flüssigkeitsmangel führen kann. Gegen die Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen werden Medikamente verabreicht. Um die Bauchspeicheldrüse nicht weiter zu belasten, darf der Patient keine feste Nahrung zu sich nehmen. Bei einem leichten Verlauf ist es oft schon nach zwei Tagen wieder möglich, etwas zu essen.

Ein operativer Eingriff kann nötig werden, wenn die Entzündung nicht ausheilt und chronisch wird. Die Entscheidung für eine Operation treffen wir immer gemeinsam mit unseren Kollegen der Gastroenterologie unter Ausschöpfung aller nichtoperativer Methoden. Die gegebenenfalls notwendigen Operationen sind ähnlich den Eingriffen bei einem gut- oder bösartigen Tumor der Bauchspeicheldrüse. Es wird in den meisten Fällen entweder der Kopf oder der sogenannte Schwanz der Bauchspeicheldrüse entfernt. Bei den bösartigen Tumoren ist es unabdingbar vor der Operation ganz exakt die Ausdehnung der Erkrankung einzuschätzen um den möglichen Erfolg der Operation richtig einschätzen zu können.
Unsere Schwerpunkte in der Chirurgie der Bauchspeicheldrüse / Pankreas
  • Chirurgie des Bauchspeicheldrüsenkrebses:
    • Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes bei Erhalt des kompletten Magens (Pyloruserhaltende Partielle Duodenopankreatektomie Whipple-OP), Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes nach der klassischen Kausch/Whipple Methode, Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes bei Erhalt des Zwölffingerdarms (duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion)
    • Entfernung des Pankreasschwanzes und Teile des Pankreaskörpers (Pankreaslinksresektion)
  • Chirurgische Therapie von Pankreaszysten
  • Entlastungsoperationen bei chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
  • Interdisziplinäre Behandlung der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
Leber und Milz
Die Leber ist das größte Organ des Körpers. Sie füllt den Raum unter den Rippen fast vollständig aus und reicht bis in den linken Oberbauch. Die Leber hat zahlreiche Funktionen. Sie wandelt Nährstoffe aus der Nahrung um, speichert sie und gibt sie bei Bedarf an die Zellen ab. Außerdem nimmt sie Giftstoffe auf, wandelt sie in ungiftige Stoffe um oder sorgt dafür, dass sie ausgeschieden werden. Über die Pfortader, die das Blut aus den Verdauungsorganen sammelt, gelangen Nährstoffe, Medikamente und auch Gifte in die Leber. Hier werden die Substanzen verarbeitet, gespeichert, umgebaut, entgiftet, an das Blut abgegeben oder über den Darm ausgeschieden. Die Leber kann auf diesem Weg zum Beispiel Blut von Alkohol entgiften und Medikamenten-Abbauprodukte entsorgen.

Der häufigste Grund für operative Eingriffe an der Leber sind Tumore/Metastasen und Zysten. Zysten der Leber sind meist harmlos und müssen nur bei Beschwerden operiert werden. Leberzysten operieren wir immer minimal-invasiv. Auch bei notwendigen Operationen von Lebertumoren oder Metastasen entfernen wir diese in vielen Fällen ebenfalls minimal-invasiv. Ausgedehnte Leberentfernungen werden durch unseren Kooperationspartner der Chirurgischen Klinik der Charité, Standort Virchow, durchgeführt. Das Leberzentrum der Charité gehört zu den führenden in Europa.
» chirurgie.charite.de

Die Milz liegt im linken Oberbauch unter dem Zwerchfell und hat vielfältige Aufgaben. Sie dient der Vermehrung und Speicherung der weißen Blutkörperchen und unterstützt damit die Abwehr gegen körperfremde Stoffe. Außerdem sondert sie die überalterten roten Blutkörperchen aus.
Das Gewebe der Milz ist immer stark durchblutet. Gleichzeitig ist es so weich, dass die Milz bei schweren Verletzungen schnell einreißen kann. Dann muss die Milz meist operiert werden, da sonst Verblutungsgefahr besteht. Falls die Milz ganz entfernt werden muss, übernehmen andere Abwehrorgane ihre Aufgabe.
Unsere Schwerpunkte in der Chirurgie bei Leber und Milz
  • Versorgung von Leberverletzungen
  • atypische Leberteilresektionen / Segmentresektionen z.T. laparoskopisch bei primären u. sekundären Tumoren
  • Entfernung der Milz (Splenektomie) bei unterschiedlichen internistischen Grundleiden
  • Versorgung von Milzverletzungen(auch organerhaltend)
Chefarzt
Dr. med.
Georg Bauer

Tel.: 03341 52 21-500
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