Krankenhaus
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Unfall- und wiederherstellende Chirurgie
Beckenverletzungen

Das Becken schützt die Organe des unteren Bauchraums und verbindet die Wirbelsäule mit den Beinen. Dabei verteilt es die Kräfte zwischen diesen beiden Bereichen. Das Becken besteht aus verschiedenen Knochen wie dem Kreuzbein, Steißbein, Darmbein, Sitzbein und Schambein.

Wer mit einer Beckenverletzung, wie einem Beckenbruch, ins Krankenhaus kommt, hat meistens einen schweren Verkehrsunfall oder einen Sturz aus erheblicher Höhe erlitten. Bei einem Bruch des Beckens wirken große Kräfte auf diesen Bereich ein. Meist sind auch noch verschiedene andere Bereiche des Körpers verletzt. Die Mediziner sprechen dann von einem Polytrauma.

Auch bei weniger schweren Stürzen kann es zu Verletzungen des Beckens kommen, zum Beispiel beim Schambeinbruch. Diese Verletzungen sind aber in der Regel harmlos und in relativ kurzer Zeit verheilt.

Die Klinik für Unfall- und wiederherstellende Chirurgen im Krankenhaus MOL in Strausberg versorgt alle Arten von Beckenverletzungen.
Gut zu wissen: Beckenbruch
Ältere Menschen ab 70 Jahren haben ein besonders hohes Risiko, einen Beckenbruch zu erleiden. In Kombination mit Osteoporose, bei der die Knochendichte weiter abnimmt, können schon bei wenig Krafteinwirkung Beckenbrüche auftreten.

Beckenbrüche teilt man in stabile und instabile Beckenbrüche ein. Sind die wesentlichen Strukturen des hinteren Beckenrings unverletzt, gilt ein Becken als stabil. Sollten knöcherne oder Bandstrukturen im Bereich des vorderen und hinteren Beckenrings verletzt sein, wird von einem instabilen Becken gesprochen. Instabile Verletzungen treten meist in Kombination mit anderen Verletzungen des Skelettsystems oder Körperregionen auf. Sie müssen meist operiert werden. Eine Stabilisierung des Beckens erfolgt z.B. durch Platten oder Schrauben.
Symptome
Anzeichen eines Beckenbruchs können starke Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse sein. Handelt es sich um einen instabilen Beckenbruch, ist es möglich, die Beckenknochen gegeneinander zu verschieben. Dadurch kann eine unterschiedliche Beinlänge auftreten. Gehen ist in den meisten Fällen nicht mehr möglich.
Diagnostik
Schwere Beckenbrüche kommen fast immer als Notfälle in die Zentrale Notaufnahme mit dem Rettungsdienst. Die Patienten werden nach dem genauen Unfallhergang befragt und die Schmerzen lokalisiert. Die Mediziner tasten das Becken ab, um die Stabilität zu überprüfen. Durch verschiedene Untersuchungen sollen Blutungen ausgeschlossen werden können. Auch die Durchblutung der Beine wird untersucht. Bildgebende Mittel wir Röntgenaufnahmen und eine Computertomografie werden genutzt, um den Bruch genau zu bestimmen. Da auch innere Organe betroffen sein können, macht der behandelnde Arzt meistens auch eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie).
Therapie
Je nach Schwere und Grad der Verletzung können konservative Mittel, wie Bettruhe, Schmerzmittel und Physiotherapie, die erste Wahl sein. Bei schweren Verletzungen ist eine Operation erforderlich. Der Aufenthalt in einer nachfolgenden Rehabilitationseinrichtung ist dann meist empfehlenswert, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Während des Aufenthaltes werden wichtige Muskelgruppen gestärkt, die für eine umfassende Heilung wichtig sind. Wenn die Verhaltensregeln eingehalten werden und eine Reha schnellstmöglich erfolgt, stehen die Chancen gut, dass eine vollständige Heilung gelingt.
Gut zu wissen: Hüftpfannenbruch
Das obere Ende des Oberschenkelknochens wird als Hüftkopf und der Teil des Beckens, der den Hüftkopf umschließt, als Hüftpfanne beschrieben. Ähnlich wie beim Beckenbruch sorgen auch hier meistens Unfälle mit starker Krafteinwirkung, wie Autounfälle, bei denen der Oberschenkel gestaucht wird, für Hüftpfannenbrüche. Patienten im hohen Alter sind bereits bei Stürzen auf die Hüfte gefährdet, diese Art der Verletzung zu erleiden.
Symptome
Ähnlich wie beim Beckenbruch klagen die Patienten über starke Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse. Auch eine Fehlstellung oder Verkürzung des betroffenen Beines sind möglich.
Diagnose
Der Patient wird zuerst körperlich untersucht. Dabei wird die Beweglichkeit überprüft und die Schmerzen lokalisiert. Dazu werden Röntgenbilder bzw. eine Computertomografie gemacht, um die Fraktur sicher zu diagnostizieren.
Therapie
Ein Hüftpfannenbruch muss meist operativ versorgt werden. Bei jüngeren Patienten wird, je nach Zustand und Schwere der Verletzung, der Bruch durch Metallimplantate stabilisiert. Älteren Patienten kann mitunter auch zu einer Hüft-Totalendoprothese geraten werden.
Gut zu wissen: Fixateur
Ein Fixateur ist eine Haltevorrichtung zur Ruhigstellung von Knochenbrüchen. Dieser wird extern - von außen - angebracht und mit Schrauben im Knochen befestigt. Die beim Bruch entstandenen Fragmente werden stabilisiert und können sich so nicht gegenseitig verschieben. Ein Fixateur wird angelegt

  • bei schweren offenen Knochenbrüchen;
  • bei geschlossenen Knochenbrüchen mit Schädigung der Weichteile;
  • bei doppeltem Knochenbruch desselben Knochens;
  • bei Infektionen des Knochenbruchs;
  • bei Pseudarthrose;
  • bei Polytraumen.
Unsere Schwerpunkte in der Behandlung von Beckenverletzungen im Überblick
Ein Fixateur ist eine Haltevorrichtung zur Ruhigstellung von Knochenbrüchen. Dieser wird extern - von außen - angebracht und mit Schrauben im Knochen befestigt. Die beim Bruch entstandenen Fragmente werden stabilisiert und können sich so nicht gegenseitig verschieben. Ein Fixateur wird angelegt

  • Konservative Therapie
  • Fixateur-Versorgung
  • Verplattung von Becken- und Hüftpfannenbrüchen
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